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Endlich rauchfrei –

Was im Körper

nach der letzten

Zigarette passiert

Gesundheitsblog August 2019

Endlich rauchfrei –

Was im Körper nach der letzten Zigarette passiert

Auch wenn es kein leichter Schritt ist: Es ist immer der richtige Zeitpunkt, um mit dem Rauchen aufzuhören. Denn bereits wenige Stunden nach der letzten Zigarette beginnt der Körper, sich zu regenerieren – ganz gleich, ob Sie zuvor zehn, 20 oder 30 Jahre geraucht haben. Erfahren Sie hier, was genau im Körper nach der letzten Zigarette passiert und welche Gründe dafürsprechen, noch heute mit dem Rauchen aufzuhören.

Gesundheitsrisiko Rauchen

Eine Zigarette ist mit einer Chemiefabrik vergleichbar: Sobald man sie anzündet, werden giftige Dämpfe freigesetzt, die man lieber nicht einatmen sollte. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Tabakrauch mehr als 4000 verschiedene Stoffe und Verbindungen beinhaltet, darunter Nikotin, Kohlenmonoxid, Teer und Reizgase. Diese Giftstoffe verbleiben auch nach dem Ausatmen im Körper und schädigen das Gewebe. Vor allem das Herz, die Lunge, die Gefäße und das gesamte Immunsystem werden dabei in Mitleidenschaft gezogen.

Fest steht also: Rauchen schadet der Gesundheit, es kann Krebs und viele andere Krankheiten verursachen und kostet jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen das Leben. Damit zählt Rauchen zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken. Dennoch ist der Weg zum Nichtraucher keinesfalls leicht, da das im Tabak enthaltene Nikotin abhängig machen kann – und zwar sowohl körperlich als auch psychisch.

Warum fällt der Abschied so schwer?

Mit jedem tiefen Zug an der Zigarette wird der Körper mit Nikotin und anderen Suchtstoffen überschwemmt. Schon wenige Sekunden nach dem Inhalieren des Rauches erreicht das Nikotin das Gehirn und erzeugt ein angenehmes Gefühl. Über das zentrale Nervensystem (steuert z.B. die Motorik, das Fühlen und Handeln) vermittelt es eine anregende Wirkung, während es über das vegetative Nervensystem (steuert z.B. Blutdruck und Atemfrequenz) beruhigenden Einfluss nimmt. Darum erhofft sich ein Raucher durch die Zigarette eine belebende Wirkung bei Ermüdung und versucht sich in Stresssituationen durch den blauen Dunst zu beruhigen.  Da sich der Nikotinspiegel nach dem Rauchen jedoch extrem schnell wieder abbaut, ist das Verlangen nach der nächsten Zigarette vorprogrammiert - und damit die Suchtgefahr ebenfalls.

 

 

 

 

 

 

Die letzte Zigarette ist tatsächlich geraucht – was passiert nun?

  • Bereits 20 Minuten nach der letzten Zigarette normalisieren sich Puls, Blutdruck und Körpertemperatur
  • Nach acht Stunden sinkt der Spiegel des Gases Kohlenmonoxid im Körper. Dadurch können Gewebe und Organe wieder besser mit Sauerstoff versorgt werden.
  • Schon nach einem Tag ohne Zigaretten nimmt das Risiko für einen Herzinfarkt leicht ab.
  • Zwei Tage nach dem Rauchstopp verbessern sich der Geruchs- und Geschmackssinn – Speisen und Getränke riechen und schmecken wieder intensiver, einzelne Aromen werden besser wahrgenommen.
  • Zwei Wochen später beginnen die Lungen sich zu regenerieren. Das Luftholen fällt leichter und die Lungenfunktion erhöht sich um knapp ein Drittel. Zusätzlich stabilisiert sich der Kreislauf.
  • Nach neun Monaten ohne Zigaretten sinkt das Risiko für Erkältungen und andere Infektionen, der Raucherhusten schwächt ab. Außerdem befreien sich Bronchien und Lunge langsam von Schleim und Schmutzpartikeln.
  • Nach einem rauchfreien Jahr halbiert sich das Risiko für sogenannte koronare Herzerkrankungen. Dabei verstopfen die Herzkranzgefäße teilweise oder komplett, was schlimmstenfalls zum Herzinfarkt führen kann.
  • Fünf Jahre nach der letzten Zigarette sinkt das Risiko an Krebs in der Mundhöhle, in der Speiseröhre und in der Harnblase zu erkranken immens. Auch die Gefahr einen Schlaganfall zu erleiden reduziert sich deutlich.
  • Nach rund zehn Jahren ohne Zigaretten halbiert sich das Lungenkrebsrisiko. Auch die Gefahr an Kehlkopf- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken sinkt erheblich.
  • 15 Jahre nach dem Rauchstopp befindet sich das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen ungefähr auf Niveau eines lebenslangen Nichtrauchers.

 

Übrigens:

Etwa ein Viertel der Erwachsenen, die als Teenager mit dem Rauchen angefangen haben, stirbt zwischen dem 35. Und 69. Lebensjahr, ein weiteres Viertel im Alter von etwa 70 Jahren an den Folgen des regelmäßigen Tabakkonsums. Dabei ist nicht nur die Anzahl der gerauchten Zigaretten entscheidend, sondern auch die gesamte Dauer. Wer allerdings den Absprung schafft, kann diese Entwicklung aufhalten und teilweise sogar rückgängig machen. Selbst bereits an Krebs erkrankte Menschen profitieren vom Rauchstopp.

Wie schaffe ich den Absprung?

Es gibt diverse Möglichkeiten mit dem Rauchen aufzuhören, um endlich rauchfrei zu leben. Die meisten Raucher versuchen den sogenannten kalten Entzug und hören von einem Tag auf den anderen auf oder setzen sich ein bestimmtes Datum. Wer einen etwas sanfteren Ausstieg sucht, kann es sowohl mit Hypnose oder Akupunktur versuchen, jedoch sind die Kosten für diese Therapien meist selbst zu zahlen und werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Anders sieht es bei speziellen Rauchentwöhnungsprogrammen aus, die von einigen Krankenkassen angeboten werden und in der Regel kostenlos sind.

Darüber hinaus können geeignete Produkte aus der Apotheke die Rauchentwöhnung unterstützen. Nikotinersatzprodukte wie beispielsweise Nikotinpflaster, -kaugummi oder -lutschtabletten ermöglichen einen langsamen und kontrollierten Ausstieg aus der Sucht. Gerne beraten wir Sie hierzu ausführlich.

Schöne Nebeneffekte:

Natürlich schweben die erhöhte Krebsgefahr und das Risiko, viele andere schwere Krankheiten zu bekommen, wie ein Damoklesschwert über jedem Raucher. Allerdings sind Raucher oftmals auch Verdrängungskünstler, wenn es um die Gefahren des Tabakkonsums geht. Deshalb sollten sie sich auch unbedingt die positiven optischen und sozialen Nebeneffekte des Rauchstopps vor Augen führen:

  • Schöne Haut: Nichtraucher haben weniger Falten und eine rosige, „gesunde“ Haut- & Gesichtsfarbe, da die Haut besser durchblutet wird und das körpereigene Kollagen (verantwortlich für die Elastizität der Haut) effektiver im Körper arbeiten kann.
  • Schöne Augen: Die empfindlichen Blutgefäße und die Netzhaut der Augen profitieren von rauchfreier Luft und danken es mit klarem, strahlendem Blick.
  • Schöne Zähne & frischer Atem: Die Zähne von Nichtrauchern sind keinen giftigen Dämpfen ausgesetzt, die sowohl das Mundhöhlenklima verpesten als auch den Zahnschmelz bräunlich verfärben.
  • Schöne Beine: Auch die Venen von Nichtrauchern sind stabiler und somit optisch unauffälliger – Krampfadern und Besenreiser haben es deutlich schwerer, wenn die schädlichen Giftstoffe fehlen.
  • Schönes Leben: Nicht nur Sie und ihre Gesundheit profitieren von einem rauchfreien Leben – auch ihr direktes Umfeld, ihre Freunde, ihre Familie und nicht zuletzt ihr Geldbeutel werden es Ihnen danken.