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Hautpflege im Alter

Gesundheitsblog März 2019

Hautpflege im Alter

So, wie wir uns mit zunehmendem Alter verändern, verändert sich auch unsere Haut. Meist schon mit Beginn des dritten Lebensjahrzehnts vermindert sich ihre Regenerationsfähigkeit, sie verliert zunehmend an Feuchtigkeit und das Bindegewebe seine elastische Faserstruktur. Dies führt dazu, dass das Gewebe insgesamt schlaffer wird und sich erste Fältchen bilden. Deshalb benötigt unsere Haut in reiferen Jahren unsere ganz besondere Aufmerksamkeit und Pflege.

Beeinflusst wird die Hautalterung unter anderem durch hormonelle Faktoren: Mit dem Einsetzen der Menopause fällt der weibliche Östrogenspiegel kontinuierlich ab, der Gehalt an Kollagenen, die für die Spannkraft der Haut sorgen, sinkt und der Körper drosselt die Produktion von Hyaluronsäure, wodurch es zu einem Feuchtigkeitsverlust kommt. Denn Hyaluronsäure besitzt als wichtiger Bestandteil unseres Bindegewebes unter anderem die Fähigkeit, außerordentlich viel Wasser zu binden. Darüber hinaus reduzieren die Talgdrüsen die natürliche Fettproduktion, sodass das Unterhautfett weniger und die Haut dadurch dünner und empfindlicher wird. So kommt es in dieser Lebensphase schneller zu einer Austrocknung der Haut, was sich durch vermehrte Faltenbildung bemerkbar macht. Männer spüren hormonell bedingte Veränderungen übrigens erst sehr viel später und meist auch in deutlich abgeschwächter Form.

Umweltfaktoren, die unsere Haut altern lassen

Zusätzlich zu den körpereigenen Prozessen begünstigen Umweltfaktoren das Altern der Haut. Nikotin, Alkohol, UV-Strahlen, aber auch Schlafmangel, Stress und eine unausgewogene und vitaminarme Ernährung führen zu einer vermehrten Produktion der sogenannten freien Radikale. Diese kurzlebigen, aggressiven Sauerstoffverbindungen versetzen biologisches Gewebe, so auch die Haut, in oxidativen Stress, was den Alterungsprozess beschleunigen kann. Treten sie in großen Mengen auf, können sie die Zellstruktur schädigen und im schlimmsten Fall sogar die Erbsubstanz (DNS) angreifen.

Unserer Hautfreunde im Überblick:

  • Ausreichend Schlaf

Während des Schlafens laufen die körpereigenen Regenerationsprozesse auf Hochtouren.

  • Gesunde und frische Lebensmittel

Sie versorgen die Haut mit wichtigen Nährstoffen und wirken als echter Jungbrunnen.

  • Viel Wasser trinken (1,5 bis 2 Liter täglich)

Je mehr Flüssigkeit Ihr Körper erhält, desto mehr Feuchtigkeit bekommt auch Ihre Haut.

Unsere Hautfeinde im Überblick:

  • Alkohol & Zigaretten

Genussgifte lassen die Haut schneller altern.

  • Zuviel Sonne

Ausgedehnte Sonnenbäder können chronische Hautschäden verursachen.

  • Stress

Dauerstress und regelmäßige Überforderung beschleunigen den Alterungsprozess.

Die richtige Hautpflege

Starke Partner bei der Hautpflege sind die Vitamine C, E und A. Als Antioxidantien können sie freie Radikale binden und unschädlich machen. Darüber hinaus fördert Vitamin C die Kollagenbildung, Vitamin E steigert die Fähigkeit der Haut, Wasser zu binden, und Vitamin A regt den Zellstoffwechsel an. Außerdem lässt sich die Hautbarriere stärken, indem man ihr hochwertige Lipide z.B. in Form von pflanzlichen Ölen zukommen lässt. Sowohl Nachtkerzen- und Wildrosenöl als auch Jojoba- und Arganöl werden häufig in der kosmetischen Pflege verwendet. Sie ähneln den hauteigenen Lipiden und wirken zusätzlich antioxidativ und hautberuhigend. Darüber hinaus benötigt die Haut sogenannte Feuchthaltefaktoren wie Harnstoff (Urea), Glycerin oder Hyaluronsäure, die das Wasserbindevermögen der Haut erhöhen. Enthält die Pflege auch noch einen ausreichenden Zell- und UV-Schutz, ist die Haut gut gewappnet.

Leider lässt sich der natürliche Alterungsprozess der Haut nicht dauerhaft aufhalten. Man kann jedoch einiges tun, um ihn hinauszuzögern und die sichtbaren „Zeichen der Zeit“ abzumildern. Eine regelmäßige Pflegeroutine, die gezielt auf die Bedürfnisse reifer Haut eingeht, kann sich hierbei deutlich positiv auf das Hautbild auswirken, es straffer und frischer erscheinen lassen:

Punkt 1: Gesichtsreinigung

Alles, was die Haut reizt oder ihr Feuchtigkeit entzieht, sollte vermieden werden. Statt alkalischer Seifen und zu heißem Wasser, sollten Sie lieber auf eine milde Reinigung (Milch oder Gel) zurückgreifen, anschließend empfielt sich die Anwendung eines Gesichtswassers. Auch ein sanftes Peeling sollte ein bis zweimal pro Woche angewendet werden. Es trägt abgestorbene Hautschüppchen ab und stimuliert die körpereigene Kollagenproduktion. So ist die Haut optimal für die nachfolgende Pflege vorbereitet.

Punkt 2: Gesichtspflege

Ein Serum ist nicht zwingend, zahlt sich als „kleiner Luxus“ aber dennoch aus: Es dringt tief ein und transportiert ein Konzentrat aus verschiedenen Wirkstoffen gezielt und schnell unter die Haut. Nach kurzer Einwirkzeit wird entweder die Tages- oder Nachtpflege sanft einmassiert. Während die Tagespflege vor allem feuchtigkeitsspendend und von vergleichsweise schlanker Rezeptur ist, ist die Pflege zur Nacht, der „Reparaturzeit“ des Körpers, etwas reichhaltiger an zellstimulierenden Stoffen und Lipiden. Spezielle Hals- und Dekolletécremes sowie eine Augencreme runden die Pflege perfekt ab.

Punkt 3: Körperreinigung

Wasser, vor allem heißes, aber auch Badezusätze und Duschprodukte können den Schutzmantel unserer Haut angreifen. Deshalb empfiehlt es sich statt ausgedehnter, heißer Wannenbäder lieber kurz und lauwarm zu duschen. Für die Reinigung sind milde, rückfettende Produkte geeignet, wie beispielsweise Duschöle oder sanfte Waschlotionen.

Punkt 4: Körperpflege

Gerade reifere Körperhaut benötigt nach dem Baden oder Duschen eine feuchtigkeitsspendende und rückfettende Lotion oder Creme. Somit bewahrt man sie vor trockenen Stellen oder gar Ekzemen.

Und ähnlich wie das Gesicht sind auch unsere Hände Wind und Wetter ausgesetzt. Regelmäßiges Eincremen ist deshalb unabdingbar und mit UV-Schutz ausgestattete Handcremes können Altersflecken verhindern.

Natürlich gibt es auch bei reifer Haut individuelle Unterschiede, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Je nach Veranlagung und Lebensgewohnheiten sind die äußeren Zeichen des Älterwerdens mal schwächer und mal stärker ausgeprägt. Deshalb ist es sinnvoll, zunächst den jeweiligen „Altershauttyp“ zu bestimmen, um anschließend die geeignete Pflege mit den passenden Wirkstoffen zu finden. Wir beraten Sie sehr gerne persönlich bei uns in der Apotheke, um gemeinsam mit Ihnen ihr individuelles Pflegekonzept zu erstellen!

Übrigens:

Sollten sich trotz ausreichender Pflege sichtbare trockene und schuppende Hautstellen bilden, sollte die Haut schmerzen, röten oder gar entzünden, oder sollten Sie Veränderungen in der Pigmentierung bemerken, ist ein Arztbesuch dringend empfohlen.