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Sommer, Sonne, Sonnenschutz

Gesundheitsblog Juni 2019

Sommer, Sonne, Sonnenschutz

Die Sonne lacht vom Himmel, die Natur zeigt sich von ihrer besten Seite: Endlich ist er da, der langersehnte Sommer! Zeit zum Wohlfühlen, für Unternehmungen im Freien, für positive Stimmung. Doch was Balsam für unser Gemüt ist, stellt für unsere Haut eine besondere Herausforderung dar. Damit Sie die schönste Zeit des Jahres mit Haut und Haar genießen können, gilt es ein paar Dinge zu beachten:

Feuchtigkeit und Sonnenschutz stehen an erster Stelle

Unser Körper braucht das Sonnenlicht, um Vitamin D zu produzieren, das unter anderem für unser Immunsystem und den Knochenaufbau wichtig ist. Doch die Sonne hat auch eine Kehrseite: Sie ist maßgeblich an der Hautalterung beteiligt. Unter dem Einfluss von UV-Strahlung entstehen die sogenannten freien Radikale, die über die Produktion bestimmter Enzyme die kollagenen Fasern, die Bausubstanz des Bindegewebes, schädigen. Dadurch wird die Haut trocken und verliert an Spannkraft und Elastizität. Treffen UV-Strahlen über einen langen Zeitraum ungehindert auf die Haut, besteht darüber hinaus die Gefahr, dass es zu ernsthaften Schädigungen bis hin zu Hautkrebs kommt. Deshalb ist es wichtig, die Haut sowohl mit genügend Feuchtigkeit zu versorgen als auch einen entsprechenden Sonnenschutz zu verwenden.

Der Lichtschutzfaktor sollte im Sommer mindestens 20 betragen und immer dem individuellen Hauttyp angepasst werden. Als Faustregel gilt: je heller die Haut, desto höher der Sonnenschutzfaktor.

Die unterschiedlichen Hauttypen werden dabei in fünf Gruppen eingeteilt:

  1. Baby- und Kinderhaut
  2. Extrem empfindliche Haut: Sehr helle Haut, ggf. Sommersprossen, blaue oder grüne Augen, rötliche Haare
  3. Sehr empfindliche Haut: Helle Haut, graue, blaue oder grüne Augen, blonde Haare
  4. Empfindliche Haut: Normale, mittelhelle Haut, graue oder braune Augen, dunkelblonde oder braune Haare
  5. Weniger empfindliche Haut: Hellbraune oder dunkle Haut, braune Augen, braune oder schwarze Haare

Damit ein Sonnenschutzmittel richtig wirken kann, sollten Sie sich mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad eincremen. Der Lichtschutzfaktor benötigt ein wenig Zeit, um seine volle Wirkung zu entfalten. Sparsamkeit ist hier fehl am Platz: Man sollte die Sonnencreme großzügig und gründlich von Kopf bis Fuß auftragen und nach ein paar Stunden auch unbedingt zum Wiederholungstäter werden – das gilt im Übrigen auch für alle wasserfesten Produkte.

Achtung: Versteckte Gefahr bei wasserfesten Produkten

Nach einem erfrischenden Bad im Pool oder Meer sollten Sie ihren Körper mit klarem Wasser abspülen, um ihn von Chlor- oder Salzrückständen zu befreien. Ein Duschgel oder eine Duschlotion können den Reinigungseffekt dabei unterstützen. Wichtig: Möchten Sie ihre Haut nun wieder der Sonne aussetzen, so sollten Sie sich erneut gut mit Sonnenschutz eincremen, denn selbst wasserfeste Produkte bieten nun keinen zuverlässigen UV-Schutz mehr.

Wichtig ist bei jedem Aufenthalt in der Sonne, aufmerksam auf die Signale des Körpers zu achten. Denn selbst, wenn Sie sich gut eingecremt haben, kann es schneller als erwartet zu Hautreizungen oder sogar einem Sonnenbrand kommen. Werden Sie möglichst früh aktiv, wenn Sie erste Anzeichen wie Rötungen, Spannen oder Brennen bemerken. Dann heißt es: Nichts wie raus aus der Sonne und die betroffenen Stellen kühlen und cremen. Geeignete Mittel aus der Apotheke wirken abschwellend, entzündungshemmend und kühlend und können helfen, die sonnenstrapazierte Haut schnell und effektiv zu versorgen. Sollte die Haut allerdings so stark geschädigt sein, dass sich Blasen bilden oder der Verdacht auf eine Sonnenallergie besteht, ist ein Besuch beim Arzt empfehlenswert.

Nach dem Sonnenbaden braucht die Haut viel Feuchtigkeit. Zusätzlich kann die richtige Pflege für langanhaltende Bräune sorgen. Sogenannte After-Sun-Produkte sind speziell auf die Haut im Sommer zugeschnitten und enthalten neben feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffen und Vitaminen meist noch kühlende Inhaltsstoffe. So wird die erhitzte Sommerhaut optimal versorgt und gepflegt.

Sommer-Sonnen-Pflege von innen

Hilfestellung können Sie Ihrer Haut zusätzlich von innen bieten. Unser Körper benötigt zwischen 1,5 und 2 Litern Flüssigkeit pro Tag. Wenn wir viel schwitzen, kann der Bedarf allerdings gerne mal um einen Liter steigen. Dieser Extra-Liter tut auch unserer Haut gut, denn nur, wenn Ihre Zellen ausreichend mit Wasser versorgt sind, können sie optimal funktionieren und auch Sonnenschäden schneller reparieren.

Ergänzend tragen viel frisches, vitaminreiches Obst und eine leichte Sommerküche zu einem unbeschwerten Körpergefühl an heißen Tagen. Salate mit hochwertigen Pflanzen- und Nussölen versorgen den Körper darüber hinaus mit essenziellen Fettsäuren und schützen die Haut von innen vor Feuchtigkeitsverlust.

Die wichtigsten Tipps zum Sonnenschutz im Überblick

  1. Wählen Sie einen passenden Lichtschutzfaktor aus und verwenden Sie möglichst hochwertige Pflegeprodukte – vergessen Sie dabei auch Ihre Lippen nicht!
  2. Cremen Sie regelmäßig nach
  3. Meiden Sie die starke Mittagssonne – zwischen 11 und 15 Uhr ist die Sonne am gefährlichsten
  4. Besondere Vorsicht ist am Meer und in den Bergen geboten - hier ist die Intensität der Sonnenwirkung deutlich stärker - selbst wenn der Himmel bewölkt ist
  5. Vermeiden Sie exzessives Sonnenbaden – die Haut erinnert sich ein Leben lang zurück
  6. Tragen Sie geeignete Kleidung und Kopfbedeckung und denken Sie auch an eine Sonnenbrille
  7. Wind und Wasser, besonders salz- und chlorhaltiges, belasten die Haut zusätzlich und trocknen sie aus
  8. Trinken, trinken, trinken: Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr – Wasser, Kräutertee oder leichte Saftschorlen sind hier die Getränke erster Wahl
  9. Schützen Sie Babys und Kleinkinder vor der Sonne
  10. Vorsorge ist besser als Nachsorge: Gerne beraten wir Sie ausführlich zu allen Themen rund um das Thema Sonnenschutz – damit Sie den Sommer in vollen Zügen und unbeschwert genießen können

Extra-Tipp: Leichte Sommerpflege ersetzt reichhaltige Winterpflege

Steigen die Temperaturen, kurbelt der Körper die Talgproduktion an, um die Haut vor Austrocknung zu schützen. Die Kombination aus der größeren Menge an Hautfett und verstärktem Schwitzen kann in der Folge die Poren verstopfen. Gerade für Menschen mit fettiger, zu Unreinheiten neigender Haut kann das im Sommer zum Problem werden. Darum sollte die Gesichtspflege im Sommer von leichterer Textur sein als im Winter. Sie sollte ein Plus an Feuchtigkeit enthalten, dafür weniger Fette oder ölige Substanzen. Als klassische Feuchtigkeitsspender haben sich Glycerin, Harnstoff (Urea) und Hyaluronsäure bewährt. Natürliche Wirkstoffe wie Extrakte aus Aloe Vera, Algen oder Gurke erhöhen zudem das Wasserbindevermögen der Haut.